Tipps rund um das Thema Spenden

Mit Spenden helfen und Steuern sparen

Wer Geld spendet, tut sich auch selbst etwas Gutes: Spenden löst Glücksgefühle im Gehirn aus, wie Forscher herausgefunden haben. Zudem belohnt das Finanzamt die Spender mit Steuervorteilen. Hier erfahren Sie, welche Spenden steuerlich absetzbar sind und wie Ihr Geld in seriöse Hände gelangt. Zeitspenden im Ehrenamt zählen übrigens auch. Als Ihre Bank vor Ort liegt uns regionales Engagement am Herzen.

Spenden

Mit Geldspenden Steuern sparen

Spendenquittungen gut aufbewahren

Spenden geben Sie in Ihrer Steuererklärung als Sonderausgaben an. Ihre Spendenquittungen schicken Sie erst an das Finanzamt, wenn es verlangt wird. Ansonsten bewahren Sie Ihre Spendennachweise gut auf. Für Spenden bis 200 Euro reichen vereinfachte Nachweise, wie etwa Kontoauszüge oder Barquittungen. Für Beträge über 200 Euro benötigen Sie vom Empfänger eine Spendenbescheinigung.

Voraussetzungen für den Sonderausgabenabzug

Damit Ihre Spenden als Sonderausgaben abzugsfähig sind, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Organisation ist von der Körperschaftsteuer befreit.
  • Ihre Geldspende ist freiwillig.
  • Sie erhalten für Ihre Spende keine Gegenleistung.

Steuerliche Absetzbarkeit von Geldspenden

Spenden zur Förderung gemeinnütziger und steuerbegünstigter Zwecke
Zuwendungen an politische Parteien Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung
Spenden bis 20 Prozent der jährlichen Einkünfte können als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Parteispenden sind bis 3.300 Euro pro Person als Sonderausgaben absetzbar. Dies erfolgt in zwei Schritten. Zunächst erhalten Sie die Hälfte von 1.650 Euro direkt zurück. 825 Euro sind Ihnen also sicher. Im zweiten Schritt können Sie zusätzlich 1.650 Euro als Sonderausgaben geltend machen. Dies ist unter anderem von der Höhe Ihres Einkommens abhängig. Bis zu einer Million Euro pro Person können als Sonderausgabe die Steuerlast im Jahr der Zuwendung oder in den neun folgenden Jahren mindern.

Alternativen zur "klassischen" Spendenaktion

  • Zeitspenden im Ehrenamt: Ihren Verzicht auf die Aufwandsentschädigung beim Ehrenamt können Sie als Spende absetzen. Dazu müssen die Aufwandspauschalen in der Vereinssatzung stehen und Sie einmal im Jahr Ihren Verzicht schriftlich erklären.
  • Patenschaften und Fördermitgliedschaften: Damit Spendenempfänger besser planen können, bieten einige Hilfsorganisationen auch Patenschaften oder Mitgliedschaften an.
  • Crowdfunding: Für Crowdfunding, also die Finanzierung einer Aktion durch viele Internetnutzer, gelten die gleichen Voraussetzungen für den Sonderausgabenabzug wie für andere Spenden.

Richtig spenden und helfen

Seriöse Spendenorganisationen

Auf Spenden sind nicht nur Organisationen angewiesen, die Menschen oder Tiere in Not retten. Auch Vereine, Stiftungen, künstlerische oder wissenschaftliche Einrichtungen sowie Parteien finanzieren ihre Arbeit ganz oder teilweise mithilfe von Spenden. Einen Anhaltspunkt für seriöse Organisationen bieten Spendensiegel. Das bekannteste Siegel vergibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Kleinere Organisationen greifen oftmals auf kostenlose Zertifizierungssysteme zurück, wie das der Initiative Transparente Zivilgesellschaft oder das "Wirkt!"-Zeichen von Phineo.

So kommt mehr von Ihrer Spende an

  • Konzentrieren Sie Ihre Spenden auf wenige Organisationen, damit der Werbe- und Verwaltungsaufwand je Organisation in einem angemessenen Verhältnis zur Spendenhöhe bleibt.
  • Geldspenden helfen mehr als Sachspenden, da sie passgenauer und mit weniger Verwaltungsaufwand eingesetzt werden können. Ausnahmen sind zum Beispiel lokale Kleiderkammern. Achten Sie aber auch hier darauf, an welchen Sachen genau es mangelt.
  • Einer Organisation, der Sie vertrauen, sollten Sie Kompetenz zutrauen. Binden Sie Ihre Spende daher möglichst nicht an einen Zweck. Mit Ihrer freien Spende bleibt die Organisation in ihrer Arbeit flexibler und effizienter.

Vorsicht bei ungebetenen Spendenaufforderungen!

Lassen Sie sich weder emotional noch zeitlich unter Druck setzen. Seien Sie besonders kritisch bei ungebetenen Spendenaufforderungen, zum Beispiel in E-Mails, an Ihrer Haustür, per Post oder auf der Straße. Ergreifen Sie besser selbst die Initiative und suchen Sie sich Spendenzweck und Organisation in Ruhe aus.

Zuletzt aktualisiert am 20. November 2018

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein nicht ersetzen.